Jörg Plickat kommt von der Figur. Dieses mag zunächst beim Anblick seiner aus Addition und Subtraktion von geometrischen Formen konzipierten Arbeiten überraschen, auf den zweiten Blick wird man jedoch auch in seinen abstrakten Kompositionen den menschlichen Proportionskanon wieder entdecken. Nach seinem Studium wandte er sich einige Jahre bewusst der figurativen Skulptur zu und begann von dort den Weg zu der für ihn typischen reduzierten Formensprache, die ihn heute so unverkennbar macht
Jörg Plickat arbeitet sowohl in Stein als auch in Stahl und Bronze. Von der formalen Komposition her erarbeitet er seine skulpturalen Vorstellungen in wechselnden Materialien, häufig fließen dabei materialspezifische Erkenntnisse zurück in den Gestaltungsprozess. Plickat stellt in seiner Werkstatt entsprechend seiner bildhauerischen Grundeinstellung, sowohl konzeptioneller Entwickler als auch hochqualifizierter Handwerker zu sein, auch großformatige Arbeiten selber her. Plickat erhielt sowohl für Arbeiten in Stein als auch für Arbeiten in Metall hohe internationale Anerkennung.
Jörg Plickat erarbeitet skulpturale Konzepte für Städte, Gemeinden, Unternehmen und Kirchen. Er berät Architekten. Eines der Spezialgebiete ist die Arbeit im denkmalgeschützten Raum im Kontext zum historischen Kulturerbe. In Hamburg, Braunschweig, Kiel und Gettorf hat er, jeweils im Dialog mit Denkmalschützern und Kunsthistorikern auf den historischen Kontext bezogene skulpturale Arbeiten entwickelt und erfolgreich umgesetzt.
Das Goethe-Institut schreibt seinem Internet-Auftritt über Skulptur in Deutschland über Jörg Plickat: “Der Skulptur in Stein, Stahl und Bronze widmet sich Jörg Plickat (Jahrgang 1954), der in Hamburg und Bredenbek/ Schleswig-Holstein lebt und an der Muthesius Schule in Kiel studierte. Das Geistige in Plickats Skulpturen besteht in der Wirkung der Zusammenhänge zwischen den Elementen, d.h. allein im Schaffen von Beziehungen zwischen Volumen, Material, Position, Licht und Schatten. Kennzeichnend ist seine geometrisch-reduzierte Formensprache, die weltweit verstanden wird, deren Vereinfachung Intimität und Monumentalität vereint [..] http://www.goethe.de/kue/bku/ksp/de23385.htm ”
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Olympia Stadion Peking 2008
Japan 1994
im Atelier
Jakobkemenate Braunschweig
oben Kulturpreis Fines Almeria 1999 unten Blindentastmal Bahnhof Kiel

Skulptur am Grabmal Dschingis Khans 2009 Ordos Innere Mongolei